Heute konnten wir einmal „ausschlafen“, denn unser Tag begann erst um 10:30h mit ein bisschen Bummeln und einem Ausflug nach Shinsekai – der (ehemaligen) Vergnügungsmeile der Stadt. Früher, so sagte uns Kaori, hätten sich die Leute dort nicht so gerne hin getraut, da in diesem Viertel viele arme Leute lebten und es unter den Einwohnern Osakas eher als schlechte Gegend angesehen wurde.
Shinsekai mit Tsutenkaku-Tower
Mittlerweile hat sich der Ruf etwas gebessert und man kann in den Straßen sowohl dem Lieblingshobby der Japaner nachgehen und Pachinko spielen oder aber billige Ware aus China kaufen bzw. wie in unserem Fall günstig etwas essen. Da wir neugierig waren, haben wir etwas probiert, von dem wir leider den Namen nicht mehr wissen. Es war Tempura-ähnlich, also frittiert, jedoch am Spieß. Manu probierte die Fischsorten durch während Miri sich lieber an frittiertes Gemüse hielt.
Lecker war es allemal und ein super Snack bevor es weiter gen Osaka Castle ging. Da das Innere des Schlosses nicht der Rede wert sein soll, haben wir uns lediglich im Park aufgehalten und das Castle von außen abgelichtet. Man sieht hier aber schon gleich, dass die Lieblingsfarbe des Shoguns, der es 1583 erbauen ließ, Gold war. Das ganze Gebäude wurde jedoch zerstört und erst 1938 wieder aufgebaut, so dass es im Inneren nur Nachbildungen der alten Einrichtung gibt.
Osaka-Castle
Weiter ging es dann mit der U-Bahn Richtung Tenjibashisuji Shotengai – der längsten Einkaufsmeile von Osaka. Hier gibt es vor allem lokale Händler und keine großen Kaufhausketten.
Tenjibashisuji Shotengai
Nachdem wir hier auch auf Kaoris Familie: kleine Schwester, Mama und Oma getroffen waren, ging es erst einmal in diverse 100 Yen Shops, die wir plünderten. Da Manu und Miri in Tokio vergeblich versucht hatten, einen der zahlreichen Fotoautomaten zu bedienen, bei denen man später die Bilder „verschönern“ und ausdrucken kann, musste heute Kaoris Familie dran glauben und wir zwängten uns zu sechst in einen Automaten und schossen Bilder. Diese verunstalteten wir nachher noch am integrierten Computer mit Zeitlimit. Heraus kamen 4 witzige Bilder, die wir als Klebebildchen vom Automaten ausgespuckt bekamen.
...und das kam aus dem Automaten raus. Leider hat die Oma
sich immer zu weit nach vorne gelehnt.
sich immer zu weit nach vorne gelehnt.
Nach dem ganzen Spaß lud uns Kaoris Oma dann in ein Restaurant ein, wo wir sowohl Hot Pot (einen kochenden Wassertopf in der Mitte des Tisches, in den man allerhand rohes Gemüse, Nudeln und Fleisch schmeißt, dass man dann anschließend mit den Stäbchen wieder herausfischen muss und zusammen mit einer Sesam- oder Sojasoße isst), Tempura (Frittiertes Gemüse und Fisch) und Sashimi (roher Fisch) aßen und grünen Tee tranken.
Miri, Manu und Team Nakano
Kugelrund und satt ging es dann in eine – ja, auch das durfte nicht ausbleiben – Karaokebox, in der wir eine Stunde lang Lieder sangen. Die Karaokebox war dabei ganz für uns alleine reserviert und mit einem Sofa, Tischen und der neuesten Karaokemaschine ausgestattet. Per Touchscreen konnte man unter Hunderten von Titeln wählen. Miri musste gleich mit „Talk Tonight“ von Oasis den Anfang machen, während sich Kaori, ihre Schwester und ihre Mutter lieber für heimische Künstler entschieden und Lieder koreanischer J-Pop Bands zum Besten gaben. Manu wählte Dschinghis Khan (ja, es gab auch deutsche Lieder im Repertoire), Blur und Suede.
Karaoke-Spaß in der Box
Nach diesem sehr lustigen Singabend ging es dann gegen 22:00h auf den nach Hause Weg. An der U-Bahn Haltestelle verabschiedeten wir und von Kaoris Familie. Kaori brachte uns noch zur U-Bahn und sagte uns dann auch „Tschüß“. Sie werden wir erst in Langen wiedersehen, denn sie fliegt am Donnerstag nach Hause.








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