Heute früh ging es für uns mit der Bahn und Fähre nach Miyajima, einer Insel, die vor Hiroshima gelegen ist. Hier steht das wohl meist fotografierteste Wahrzeichen Japans: das rote O-torii-Tor des Itsukushima Schrein, das mitten im Meerwasser steht.
Das berühmte O-Torii im Pazifik
Manu auf Miyajima
Zum Glück war die Insel nicht all zu voll mit Touristen und Schülergruppen, so dass wir nach Besichtigung des Torii, der umliegenden dörfischen Einkaufsstraßen und der Schreine/ Pagoden unsere Tour gen Gipfel des Berg Misen (mit 535m höchster Berg der Insel) ungestört fortsetzen konnten. Der Aufstieg dauerte auch gut 2 Stunden, da wir nicht all zu schnell laufen konnten, da es sehr heiß war (an die 30°C) und wir ganz schön ins Schwitzen kamen, da es fast nur Steinstufen hinauf zu steigen galt.
Tempel, Schreine und Pagoden auf dem Weg nach oben
Erst einmal oben angekommen, wurden wir schon gleich von einem Reh mit Fiepslauten angebettelt. Ja, auch hier auf der Insel gibt es die Hirsche in einer großen Zahl und sie zeigen keinerlei Scheu gegenüber den Menschen.
Selbst vor Ladentüren machen sie keinen Halt...
Leider hatten wir vom Berg Misen aus eher einem miesen Ausblick – denn heute war es recht dunstig, so dass man nicht all zu weit schauen konnte. Die am Gipfel stehende Berghütte war sehr interessant: Sie wurde von einem japanischen Alm-Öhi betrieben, der dort selbst gekochten Ramen und andere kulinarische Dinge anbot. Seine Getränke musste man sich (zum doppelten Preis gegenüber im Tal) an einem antiquierten Automat ziehen.
So sieht eine Berghütte in Japan also aus...
Dunstiger Ausblick vom Berg Misen
Nach einer Rast ging es dann zur etwas unterhalb des Berggipfels liegenden Seilbahnstation und anschließend mit der Seilbahn wieder runter ins Dorf. Dort probierten wir noch eine hier oft angepriesene Leckerei, die dem schon in Tokio probierten Pressfisch nahe kommt: Momiji Manju. Diese Küchlein werden hier überall frisch gebacken und in Blattform mit eben Schokocreme, Vanillepudding, Bohnenpaste oder Ähnlichem gefüllt.
Leckere Blätter: Momiji Manju
Miri auf der Brücke im Momijidani-Park
Bei einem Bäcker probierten wir uns durch alle Sorten, sind aber der Meinung, dass der Tokioter Pressfisch mit seiner eher Waffel-artigen Konsistenz besser schmeckt. Momiji Manju kommt teigseitig eher einem Biskuitteig nahe. Mit der Fähre und dem JR-Zug ging es dann bald wieder nach Hiroshima ins Hotel zurück, da wir beide dringend eine Dusche benötigten. Den Abend verbrachten wir nochmals in der Innenstadt von Hiroshima und dort machten wir eine spektakuläre Entdeckung:
Soll noch Einer mal sagen, dass OF keine Weltstadt ist.
Sogar die Kids in Japan stehen drauf!
Sogar die Kids in Japan stehen drauf!
In Japan sind momentan T-Shirts mit deutschen Schriftzügen ziemlich angesagt, was man hier oft auf der Straße sieht. Sodele, jetzt aber, da die Sonne untergegangen ist, gehen wir langsam zu Bett, immerhin steht morgen eine 4,5-stündige Zugfahrt zurück nach Tokio auf dem Plan. Von dort aus werden wir am Sonntag nach Peking fliegen.
Unser Ausblick aus dem Hotelzimmer in Hiroshima (17. Stock)











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